Geschichte Raum geben

Geschwister

als Angehörige von Opfern der »Euthanasie«

  • Einleitung
  • Leichte Sprache
  • Audio

Etwa 50 Prozent der Angehörigen, die Kontakt zur »Euthanasie«-Gedenkstätte Lüneburg aufnehmen, sind Brüder und Schwestern von »Euthanasie«-Opfern. Sie wissen meist nicht, was ihrem Geschwisterkind widerfahren ist und erfahren es von den Gedenkstätten-Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Mit der Klärung des Schicksals endet oft eine jahrzehntelange Suche nach dem Bruder bzw. der Schwester.

Viele Menschen werden in der Nazi-Zeit ermordet.
Weil sie krank sind. Oder eine Behinderung haben.
Auch viele Kinder.
Viele dieser Kinder haben Geschwister.
Viele Geschwister leben heute noch.
Diese Geschwister erzählen uns:
Von ihrem Bruder oder ihrer Schwester.
Darum wissen wir viel über diese Kinder.
In dieser Ausstellung erzählen wir ihre Geschichte.

Die Nazis verfolgen oft mehrere Geschwister aus einer Familie.
Manche werden zwangs-sterilisiert.
Das heißt: Sie werden un-frucht-bar gemacht.
Sie können dann keine eigenen Kinder mehr bekommen.
Obwohl sie das nicht wollen.
Manche kommen in eine Anstalt.
Viele Menschen werden dort ermordet.
Die Geschwister sehen:
Meinem Bruder oder meiner Schwester geht es dort schlecht.
Manche sind dabei, wenn ihre Geschwister sterben.

Geschwister gehören zu einer Familie.
In einer Familie gehört man immer zusammen.
Auch noch nach dem Tod.
Manche Menschen haben Geschwister mit einer Krankheit.
Oder mit einer Behinderung.
Alle in der Familie kümmern sich um das Kind.
Alle wissen: Das Kind hat eine Behinderung.
Ihr ganzes Leben lang.
Diese Sonder-Ausstellung denkt an diese Menschen.
Die Geschwister haben mit einer Krankheit.
Oder einer Behinderung.
Damals und heute.

Biografien

Themen